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23.08.2014

Unser Campingurlaub auf Korsika

Wir sind zurück aus der Versenkung. Ihr dachtet doch nicht etwa ich hätte den Blog aufgegeben?! Niemals, ich habe mir nur ganz still und heimlich eine Sommerpause gegönnt um wieder neue Ideen und Kraft zu sammeln. Es hat sich so vieles getan, davon erzähle ich euch nach und nach. Jetzt gehts erstmal um unseren laaange ersehnten Korsika-Urlaub. 
Fest stand bis zum Schluss eingentlich nur, dass wir nach Korsika ins Gebirge wollten, die Tickets für die Fähre haben wir eine Woche vorher gebucht, nur für die Hinfahrt denn wann es zurück geht wollten wir spontan entscheiden. Marc und ich haben schonmal eine Rucksacktour auf Korsika gemacht, daher kennen wir die Insel schon ein bisschen. Wir fuhren Sonntag Abend um 19.00Uhr los. Der Plan war, dass Mika einfach im Auto schläft bis wir in Italien sind. Einige Stillpausen mussten wir machen aber im Großen und Ganzen schlief er gut, bis wir um 4.00Uhr morgens in Italien am Hafen ankamen. Da war er auf einmal hellwach und Marc und ich todmüde. Ich kann ihn ja verstehen, da schläft man nichts ahnend im Auto ein und wacht Stunden später in einem anderen Land wieder auf, hört das Meer rauschen und die Möwen kreischen. Alles ist hell beleuchtet und Menschen stehen auf der Straße um ihre Autos herum. Das ist schon was Spannendes. Eine Stunde krabbelte er durch die Gegend, und erkundete alles, dann schob ich ihn im Kinderwagen auf und ab bis er wieder schlief. Jetzt konnten auch Marc und ich ein bisschen im Auto schlafen.
Um 7 Uhr fuhr die Fähre, für mich der schlimmste Teil der Reise, denn ich bin extrem seekrank. 6 Stunden höchste Konzentration sich nicht zu übergeben... 
Diesmal ging es aber, bestimmt war der Mutterinstinkt schuld. Kann ja nicht mein Baby alleine lassen nur weil mir übel ist. Marc und Mika hatten überhaupt keine Probleme mit dem Wellengang. Irgendwie gingen die 6 Stunden rum. Mika flirtete mit sämtlichen Menschen, wir frühstückten, spielten, liefen raus an Deck um die Wellen anzuschauen, machten Mittagsschlaf...
Angekommen in Bastia wollten wir uns auf die Suche nach einem Campingplatz im Gebirge bei Solenzara machen. Wir fanden vier wunderschönde Plätze doch keiner hatte einen Platz frei. Es war schon 16 Uhr und wir bekamen langsam Angst, dass dieser spontane Urlaub mitten im August vllt. doch eine blöde Idee war. 20km von Solenzara entfernt fanden wir einen Campingplatz am Meer, dort durften wir unser Zelt netterweise für eine Nacht auf den Spielplatz stellen. Fängt ja schon gut an. Der nächste Tag brachte dann mehr Glück.
 
Weil ich uuunbedingt an einem der Gebirgsflüsse in Solenzara campen wollte, versuchten wir am nächsten Morgen ganz früh einen Platz zu ergattern und tatsächlich hat es geklappt beim Campingplatz U Rosumarinu.

Anfangs habe ich dieses monströse 6-Personen-Zelt verflucht, weil wir einfach nicht kapierten wie man es zusammen baut. Ein netter Italiener half uns beim ersten Aufbau, ohne ihn hätten wir wahrscheinlich irgendwann aufgegeben und ein Hotel aufgesucht. Doch beim zweiten mal klappte es ohne Probleme. Das Zelt darf jetzt doch weiter bei uns bleiben uns wurde nicht im Meer versenkt.

Mika hatte den totalen Spaß morgens aus dem Zelt raus zu krabbeln. Immer rein in die Schlafkabine und wieder raus.
 
 Sobald die Sonne rauskam, so gegen 11.00Uhr waren wir schon am Wasser. Dieses wunderschöne Gebirgsbecken befindet sich drekt am Campingplatz. Es war so schön, das Wasser ist klar, es gibt keine großen Fische, kein Salzwasser, die tiefste Stelle ist nur etwa 2,50m tief. Ein Traum.
 Sogar unser Schwimmring kam endlich mal zum Einsatz. Der war wirklich Gold wert, so konnten wir gemeinsam durch das Wasser schwimmen. Mika hat es total gefallen mit uns zu schwimmen, er hat ganz laut gebrabbelt und gelacht.

Unsere Taktik Mika ins Wasser zu bekommen war es ihn mit seinem Sandeleimer am Wasser planschen zu lassen, irgendwann machte er sich selbst so nass, dass man ihn einfach in seinen Schwimmring setzten konnte. Mit Mama oder Papa langsam ins Wasser laufen kam gaar nicht gut an.

 Weil ich mir schon dachte, dass Mika auf dem Campingplatz wohl keinen weichen Boden zum Krabbeln hat, habe ich ihm Stulpen mitgenommen. Die brauchte er auch wirklich. Es war sehr steinig. Obwohl es wirklich traumhaft schön war auf unserem Campingplatz, machten wir uns nach 5 Tagen schon wieder auf den Heimweg. Mika hatte einfach zu wenige Möglichkeiten zum Krabbeln. Entweder der Boden war zu, heiß, zu steinig, es war zu gefährlich oder zu viele Menschen liefen herum die ihn übersehen könnten.
Unser Fazit: Pure Entspannung ist ein Urlaub mit Krabbelbaby nicht wirklich, einfach mal in der Sonne liegen und braun werden, das war einmal. Doch es war trotzdem Urlaub für uns. Einfach mal weg von Zuhause kommen, als Familie Zeit zusammen verbringen, schwimmen wann immer man möchte. Wir würden es fast genau so wieder machen. Einfach mal losfahren und gucken was kommt. Das mag als Familie mit kleinem Kind abenteuerlich klingen, war es auch. Aber genau das lieben wir an unseren Urlauben und wenn nichts geklappt hätte, dann wären wir eben in ein Hotel gegangen. Vor Ort hat man so viele Touristeninfos die Ferienwohnungen und Hotelzimmer vermieten. Eine sehr gute Entscheidung ist es, kein Ticket für die Rückfahrt zu kaufen. Als wir uns beschlossen haben zurück zu fahren, erwischten wir eine Fähre die eine halbe Stunde später schon fuhr und die kostete weniger als das Ticket, das ich Zuhause für die Hinfahrt gebucht hatte.
Mitnehmen würden wir das nächste mal einen Gaskocher statt einen Elektroherd, denn auf keinen der Campingplätze gab es Strom.
Bewährt haben sich vorallem: Schwimmring, Wasserschuhe, Sonnenschirm oder Schattenzelt, Stulpen, viele Decken zum auf den Boden legen, Wäscheleine.
Korsika ist eine super Urlaubsinsel. Mich öden die Strände ein wenig an, ist irgendwie doch immer das gleiche am Mittelmeer, außerdem klebt man nach dem Meerbad immer so und Mika hatte furchtbar Angst vor den lauten wellen. Darum waren wir ausschließlich im Gebirge unterwegs. Man findet dort so viele kleine, schöne Badestellen, von einigen Felsen kann man auch ins Wasser springen (was wir nicht getan haben), direkt an unserem Campingplatz U Rosumarinu gab es einen Hochseilgarten (was wir auch nicht getan haben), das wasser war wider Erwarten angenehm warm. Wir kommen wieder wenn Mika größer ist und wenn er laufen kann. Dann bleiben wir auch etwas länger als 5 Tage.

Ich glaube der nächste Urlaub geht an die Nordsee oder Ostsee, da schauen wir uns Ebbe und Flut an.

Kommentare:

  1. Danke für die schönen Bilder.
    Toll, dass ihr so spontan sei. Oft brauchts etwas Zeit, bis man DIE geeigente Stelle zum Zelten findet, aber es lohnt sich. Ich kenn das aus eigener Erfahrung. Und euer grosses Zelt: soo cool!
    Wir haben ein ziemlich kleines, weil wir immer mit dem Rucksack unterwegs sind. Aber mit Kind würde das auch nicht mehr gehen.

    Hab ein gutes Wochenende.
    Herzlich
    Kuhmagda

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  2. Ich war gerade zum ersten Mal mit einem Kind im Urlaub, mit meiner Freundin, die eine Tochter hat, die im Oktober 2 wird. Für die Kleine war es der erste Urlaub und somit auch das erste Mal am Meer. Wir waren auf Fuerteventura. Am ersten Tag, als wir zum Strand gingen, machte die Kleine auf einmal ein Theater und schrie wie am Spieß. Geht ja schon gut los, dachten wir uns. Tja, als wir am Wasser waren, war alles wieder gut. Der Kleinen war es nur nicht schnell genug gegangen, sie wollte ins Wasser! Sie war das geborene Strandkind :-) Man bekam sie gar nicht aus dem Wasser heraus und auch das Salzwasser war total aufregend (sie leckte sich dauernd die Lippen).
    Vielleicht muss Mika einfach noch ein bisschen größer werden, um weniger Angst vor dem Wasser und den Wellen zu haben?
    Viele Grüße, Goldengelchen

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  3. Korsika steht bei uns auch noch auf der Liste :) (Aber mir graut auch vor der Fähre...)
    An der Nordsee kann ich dir Baltrum wärmstens empfehlen. Wir waren letztes Jahr dort und es war super. Alles schön klein, das Schwimmbad ist in der Kurtaxe enthalten (bei schlechtem Wetter großartig!!!), Autos gibts nicht, dafür Hasen, Fasane usw.
    Dieses Jahr waren wir auf Spiekeroog. Da ist es auch total schön, aber es kam uns teuerer vor und der Weg zum Strand ist auch etwas weiter (ca 15 min, auf Baltrum ca 5 min).
    Man kann die Koffer mit der Post vorher hinschicken und dann ganz entspannt mit dem Zug anreisen. Großartig!! :)

    Viele liebe Grüße
    Sabine

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  4. Die Bilder vom Gebirgsbecken sind ja toll! Wir waren mit der Kleinen (da 4 Monate) dieses Jahr an der Ostsee, das war wirklich schön. Nur für Ebbe und Flut muss man an die Nordsee, die hat es an der Ostsee nicht.

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  5. Schön dass du wieder da bist, hatte mir schon Sorgen gemacht, weil es nix zu lesen gab. Seid ihr ansonsten zufrieden mit dem Zelt? Wir überlegen nämlich auch - und dieses ist in der engeren Auswahl. Lieben Gruß aus Magdeburg

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  6. Wir sind dieses Jahr nur bis in den Elsass! Mit dem Wohnwagen! Aber mit der großen waren wir als sie 1 1/2 war in Spanien an der Costa Brava. Das hat super geklappt. Allerdings konnte die da schon laufen! GLG Dany

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  7. Wir waren auch au dem selben Campingplatz! Ist allerdings schon 5 Jahre her und ohne Sophia...ich erinnere mich sehr gerne an diese traumhaften Gumpen mit kristallklarem Wasser zurück. Hat mir am besten gefallen an dem ganzen Korsika-Urlaub!
    Bei uns geht's in den kommenden Tagen nach Kroatien- auch ein Campingurlaub:)
    lg tina

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  8. Der erste Urlaub mit dem Kind ist immer ein kleines Abenteuer, weil eben alles anders als zu Hause ist.
    Mit unserem Junior waren wir damals kurz vor seinem 1 Geburtstag an der Ostsee auf Usedom. Das war herrlich. Und ich muss gesten wir haben ihn krabbeln lassen so wie es kam, also bei unserem Ferienhaus und am Strand. Ansonsten wurde er getragen, das hat prima geklappt.
    Aber wie immer ist jedes Kind anders ;)
    Herzlich jana

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  9. Wir starten mit unserem Einjährigen im September in den Campingurlaub und fahren auch weit in den Süden, um die letzten Sonnenstrahlen zu erwischen. MIt dem Tochterkind ging es bis nach Montenegro als sie 2,5 Jahre als war und sie fand es auch großartig ...

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  10. Huhu.
    Wir sind gerade eben aus unserem Dänemarkurlaub zurück gekommen und ich kann das mit Kleinkind nur empfehlen. Anton hat die ganze Zeit im Sand gebuddelt oder ist ins Wasser. Wenn Wbbe war sund lauter kleine Pfützen übrig geblieben und man konnte ihn auch mal ein paar Minuten alleine losziehen lassen. Das Meer selbst war kilometerlang Knöchelhoch und er ist darin herumspaziert während wir in der Sonne etwas genießen konnten- natürlich immer mit einem Auge beim Kind;)
    Liebste Grüße Ina

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  11. das sind sehr schöne biulder und hört sich nach einen schönen urlaub an

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  12. Was für ein cooles großes Zelt. Ich konnte Zelten bislang nie viel abgewinnen, allerdings ist das vielleicht auch nicht verwunderlich, wenn man immer nur in Zelten haust, in denen man sich kaum einmal umdrehen kann, weil es so eng ist.
    Zudem habt ihr da ja auch einen wahrlich schönen Ort ausgewählt. Dem Sohnemann hat es sichtlich Spaß gemacht. Schön.

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Danke für dein Kommentar, auch wenn ich es nicht immer schaffe zu antworten, lese ich doch jeden einzelnen und freue mich darüber!!!